Qi Gong - Ganzheitliche Gesundheit

Gastbeitrag von Corina Ramona Ratzel

Qi Gong sind über 2000 Jahre alte Übungen, bei denen es darum geht, die Lebensernergie Qi in unserem Körper zu steuern und zu beeinflussen. Es ist eine chinesisches Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationssystem, das auf allen Ebenen unseres Körpers wirkt. In der chinesischen Medizin haben die Übungen einen festen Platz eingenommen, in unserer westlichen Welt konnte sich Qi Gong erst vor ca. 50 Jahren etablieren.

Foto: Corina Ramona Reitzel
Foto: Corina Ramona Reitzel

Durch Qi Gong entspannen wir die Muskulatur, öffnen unsere Energieleitbahnen und lernen unseren Geist zu beruhigen. Da sich Körper und Geist gegenseitig beeinflussen und auf unsere Psyche einen großen Einfluss haben, können wir durch Qi Gong auch einigen psychischen Störungen entgegenwirken. Des weiteren regulieren die Übungen den Atem und den Stoffwechsel und regen die Selbstheilungskräfte an. 

Die Basis von Qi Gong baut sich auf Naturgesetzen wie Yin und Yang und den stetigen, unaufhaltsamen Wandel der Zeit auf. Wir trainieren ohne Leistungsdenken und geben uns dem Moment hin. Unter dem Aspekt ZIRAN: „folge der Natürlichkeit“, kann jeder jede Übung ausführen, unabhängig von seinem Trainingsstand. Die Aufmerksamkeit auf sich lenkend kann er bei jeder Übungsauswahl neue Erfahrungen erleben und sich auf körperlicher Ebene erforschen und näher kommen. Qi Gong, so wie der RuhiJing Zustand, der Basiszustand aller Übungen, der die Wirkung der Übungen erst auslöst, kann man überall im Alltag anwenden. Man erlangt alsbaldige Ruhe und Zufriedenheit und kann sich selbst in stressigen Situationen regulieren.

 

Qi Gong schenkt einem ein Bewusstsein für sich selbst.

Ich persönlich betrachte dies als großes Lebensgeschenk, denn was ist unser wahrhaftiges Zuhause? Unser Körper. Wir haben diesen bis an unser Lebensende. Wie das Haus gereinigt und gepflegt werden muss, so will auch unser Körper umsorgt werden. Nicht nur äußerlich, sondern auch von innen. So wirken alle Übungen auch reinigend.

 

Qi Gong betrachtet den Menschen ganzheitlich mit dem Fokus darauf, dass alles miteinander in Verbindung steht: Skelett, Muskulatur und unser inneres Organsystem. Letzteres steht unter dem Aspekt der fünf Wandlungsphasen

  • Feuer (Herz/Dünndarm)
  • Erde (Milz/MAgen)
  • Metall (Lunge/Dickdarm)
  • Wasser (Niere/Blase)
  • Holz (Leber/Galle).

Betrachten wir unsere Emotionen, wirken diese ebenfalls auf unser Energiesystem ein: Freude—> Herz, Trauer& Besorgnis—> Lunge, Ärger und Zorn —> Leber, Grüben —> Milz, Angst & Schrecken —> Niere. 

 

So können wir also unter diesem Aspekt sehen, dass wenn wir gezielt Übungen ausführen, wir uns auch um unser seelisches Befinden kümmern. Dies erfordert aber eine klare Schulung unseres Geistes, zum Beispiel durch Lenken der  Aufmerksamkeit und Konzentration auf uns, zur Ruhe zu kommen und die Wahrnehmung zu stärken.

All dies ist Inhalt von Qi Gong - und noch vieles mehr.

 

Erhöhen wir unser Bewusstsein für uns selbst, finden wir Ruhe und Harmonie, so erweitert sich das Bewusstsein für die Welt automatisch. So ist Qi Gong ein in sich abgeschlossenes System um allumfassend gesund zu werden und zu bleiben und gleichzeitig das Bewusstsein zu erweitern - auch auf spiritueller Ebene. Wachstum ist unaufhaltsam, wenn wir ihn nur zulassen und fließen lassen. Es ist jedem selbst überlassen, wie weit er gehen möchte. Ich begleite die Menschen soweit, wie sie selbst gehen wollen: Für sich auf körperlicher Ebene, begleite Menschen mit psychischen Störungen oder stressbedingten Problematiken, teilweise auch psychosomatischen Problemen (im Coaching Bereich), oder aber auch Menschen, die spirituelles Bewusstsein erlangen oder erweitern möchten. 

Gastautorin: Corina Ramona Ratzel

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