Täglich entgiften mit Mikronährstoffen

Gastartikel von Monika Held

Der Verlust an Mikronährstoffen (früher auch Vitalstoffmangel) wird lange nicht wahrgenommen. Ein Vitamin- und Mineralstoffmangel tritt nicht plötzlich auf, sondern entwickelt sich oft über Jahre. Es ist ein schleichender Abbauprozess. Bei unzureichender Versorgung werden zunächst die körpereigenen Speicher geleert (dies kann zum Teil Jahre dauern). 

#191678918 | © Madeleine Steinbach - Fotolia.com
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Wenn die Speicher erschöpft sind, können die Stoffwechselfunktionen nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden. Die Schäden an den Körperzellen sind symptomfrei und schmerzlos. Erst wenn Schäden an den Geweben auftauchen, dann merken Sie es. Krankheit bzw. eine unzureichende Entgiftungsfunktion des Körpers ist dann die logische Folge.

 

Im Handbuch der orthomolekularen Medizin von Dietl und Ohlenschläger wird der Versorgungszustand in sechs Stufen unterteilt. Aussagekräftige Laborwerte über einen Mangelzustand erhält man erst ab Stufe 5.

Stufen des Vitalstoffmangels

  • Stufe 1 „optimale Versorgung“ mit Vitalstoffen
  • Stufe 2 „gute Versorgung“ mit Vitalstoffen
  • Stufe 3 „ausreichende Versorgung“ mit Vitalstoffen. In dieser Stufe macht sich eine anfällige Vitalität, leichte Infektanfälligkeit sowie teilweise eingeschränkte Leistungsfähigkeit bemerkbar.
  • Stufe 4 „mangelhafte Versorgung“ mit Vitalstoffen. Hier gibt es schon leichte Befindlichkeitsstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Müdigkeit, geringere Leistungsfähigkeit, geschwächtes Immunsystem, brüchige Nägel, erhöhtes Stressempfinden, eingeschränkte Entgiftungsfunktion und anderes mehr.
  • Stufe 5 „schlechte Versorgung“ mit Vitalstoffen. In dieser Stufe machen sich unter anderem häufigen Infekte, Darmprobleme, Haarausfall, erhöhtes Schmerzempfinden, Hautirritationen, Depressionen, Zahnausfall bemerkbar.
  • Stufe 6 „dauerhaft schlechte Versorgung“ mit Vitalstoffen. Daraus entstehen Symptome und Mangelkrankheiten wie etwa erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma, Arthrose, Diabetes, Burnout, Demenz, Krebs und andere. Mikronährstoffe – Vitamine, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe, Prä-und Probiotika, Enzyme und andere – ermöglichen erst den Stoffwechsel aller Zellen. Sie sind essentiell, das heißt lebensnotwendig, damit unser Immunsystem funktionieren kann.

Mikronährstoffe zum Entgiften

Aminosäuren L-Arginin

  • L-Carnitin
  • L-Cystein
  • L-Glutaminsäure
  • L-Glutathion ist der wichtigste Entgiftungsschutz in der Zelle
  • Glycin
  • L-Methionin
  • L-Ornithin
  • Taurin

Mineralstoffe

  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen
  • Silicium
  • Zink

Vitamine

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Vitamin D (eigentlich ein Hormon bzw. das Sonnenvitamin)
  • Vitamin E

Omega-3-Fettsäuren, die auch entgiften, gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind essentiell, also lebensnotwendig, und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden.

 

Alpha-Liponsäure, die wie die Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Entgiftungsfunktion besitzt, ist eine schwefelhaltige Fettsäure und ein Vitaminoid.

 

Coenzym Q10 ist eine fettlösliche, körpereigene und vitaminähnliche Verbindung. Aber mit steigendem Lebensalter, ab ca. 40 Jahren, nimmt die Q10-Produktion deutlich ab.

OPC (oligomere Procyanidine) besteht aus sekundären Pflanzenstoffen aus der Gruppe der Flavonoide. OPC wird hauptsächlich aus den Kernen der roten Weintraube und -schalen gewonnen.

 

Cumarin ist im Kurkuma (Curcum longa) enthalten, und gehört zur Familie der Ingwergewächse. Die Inhaltsstoffe des Curcuma sind Bitterstoffe, ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe. Curcuma ist wie auch Selen ein Krebsschutzmittel.

Weitere pflanzliche Extrakte zum Entgiften sind z.B. Bambus, Chlorella, Grüner Tee und das Zistrosenkraut.

Gastautorin: Monika Held

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