Algen - "Treibstofflieferant" für Menschen

Gastartikel von Anneliese Niederl-Schmidinger, Ute Petritsch und Renate Steger

Roquette Klötze GmbH & Co. KG; Foto: Jörg Ullmann
Roquette Klötze GmbH & Co. KG; Foto: Jörg Ullmann

Im Vordergrund der internationalen Forschungsszene werden Algen meistens nur als Treibstofflieferanten für Maschinen und Autos untersucht. Algen als „Treibstofflieferant“ für den Menschen einzusetzen, ist jedoch wenig bis kaum verbreitet. 

 

Algen umfassen eine riesige Artenvielfalt, die sich in ihrer Größe, Farbe und Form unterscheiden. Es gibt ca 30.000 verschiedene Algenarten. Man unterscheidet zwischen Makro- und Mikroalgen.

Bei den Algen, die in unserem Erfrischungsgetränk HELGA verwendet werden, handelt es sich um eine Mikroalge, die Chlorella Alge. Namensgebend ist der grüne Farbstoff Chlorophyll, den sie für die Photosynthese benötigen.

Roquette Klötze GmbH & Co. KG; Foto: Jörg Ullmann
Roquette Klötze GmbH & Co. KG; Foto: Jörg Ullmann

Algen speichern Kohlendioxid und nutzen die Energie der Sonne, um damit Biomasse aufzubauen. Dadurch, dass Algen keine Wurzeln haben und auch keine Strukturelemente aufbauen müssen, sind sie um ein Vielfaches effizienter als Landpflanzen. Damit werden sie von vielen Experten in der Teller-vs-Tank-Diskussion als essentieller Bestandteil zur zukünftigen Sicherung der Welternährung gesehen.

 

Algen enthalten wichtige Nährstoffe, die in ähnlicher Zusammensetzung auch in Fisch oder in anderen Lebensmitteln vorkommen. Sie haben einen sehr hohen Eiweißgehalt. Daneben sind sie reich an den Vitaminen A,B und E. Diese Zusammensetzung wird durch Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium ergänzt. Mit ihrem hohen Proteingehalt von bis zu 60 % sind Mikroalgen eine wertvolle nicht tierische Eiweißquelle.  

 

 

Bildmaterial: Roquette Klötze GmbH & Co. KG; Foto: Jörg Ullmann

Noch ein kurzer Hinweis zu den Bilder:

Hierbei handelt es sich um Chlorella-Algenzucht in geschlossenen Röhrensystemen. Hier passiert effiziente Photosynthese, denn Sonnenlicht wird in Biomasse umgewandelt. Für die grüne Farbe ist Chlorophyll verantwortlich. Chlorella-Alge benötigt für ihr Wachstum nur Licht und (Süß)Wasser. 1-2 Wochen nach Befüllung der Rohre auf Europas größter Algenfarm ist Erntezeit angesagt: das Wasser wird abgelassen und die Masse zentrifugiert. Es entsteht Algenschlamm - dieser wird getrocknet und wird so zu Algenpluver, das auch in jeder HELGA Flasche zu finden ist. 

Mehr zu den Autorinnen:

Die Gastautorinnen sind die "Erfinder" des Algen-Drinks HELGA und Gesellschafter des im April 2015 gegründeten Unternehmens evasis edibles GmbH.

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