Die Kräfte der weihnachtlichen Gewürze

Gastartikel von Anke Keller

Zimt, Anis, Ingwer, Kardamom, Nelken... in der Vorweihnachtszeit machen wir ganz selbstverständlich die Schublade mit diesen Gewürzen auf. Süß sind sie, manchmal etwas bitter, manchmal scharf. Ihren Duft assoziieren wir mit Wärme und einem Wohlgefühl.

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Aus ayurvedischer Sicht könnte man von natürlicher Intelligenz sprechen. Gerade jetzt, wo es draußen kalt, windig und regnerisch ist, braucht unser Körper einen wärmenden Ausgleich. Genau das erreichen wir mit diesen Gewürzen. Nach der ayurvedischen Lehre haben Zimt und Co. eine erhitzende Wirkung. Uns wird warm. Der süße Geschmack erdet uns und hilft uns auf diese Weise, den Stürmen Stand zu halten.

 

Die Gewürze gehören im Ayurveda außerdem zur Hausapotheke für Erkältungen. Ingwer wirkt fiebersenkend, schleimreduzierend, auswurffördernd und unterstützt unsere Abwehrkräfte beim Kampf gegen Bakterien und Viren. Nelken wirken entzündungshemmend und schmerzstillend. Kardamom lindert Gliederschmerzen. Zimt und Safran lösen und reduzieren Schleim.

 

Unser Weihnachtsgebäck ist so gesehen bestens geeignet, Erkältungen vorzubeugen. Wäre da nicht die geringe Dosierung im Verhältnis zu viel Butter und Zucker. Es bleiben also Gaumenfreuden, wenn auch gesunde. Denn die ayurvedische Küche legt großen Wert auf natürliche Lebensmittel. Die Plätzchen werden mit Rohrohrzucker gebacken, der noch im Besitz aller ihm von der Natur gegebenen Mineralien und Vitamine ist. Auch die echte Butter darf hinein, es sei denn der Bäcker ist Veganer. Alles ist erlaubt, was natürlich und der individuellen Gesundheit nicht abträglich ist. Manchmal eben auch ein Plätzchen für die Seele und die Erdung. In Maßen versteht sich. 

Gastartikel:

Anke Keller,

ganzheitliche Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberaterin