Geistige Nahrung - Alles möchte verstoffwechselt werden.

Gastartikel von Tina Lutz, Heilpraktikerin (Psych.)

Täglich zu Essen ist in der Regel ganz normal für uns und selbstverständlich. Einige werden sich vermutlich auch schon mit ausgewogener, gesunder, vollwertiger Ernährung und den Themen Entgiftung, Entschlackung, Heilfasten und Co auseinander gesetzt haben.

Doch wie steht es mit der täglichen geistigen Nahrung? Was fahren wir uns da täglich so rein?

Fotolia 136448084 | Urheber: kreus
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Beim Essen ein Buch oder mal kurz die Nachrichten, Emails checken? Wieviel Fernsehen, Radio beim Autofahren, Facebook, Bücher nehmen wir so am Tag auf? Wieviel verbringen wir mit Seminaren, Weiterbildungen, Fachbüchern, Kursen? Auch über unsere täglichen sozialen Kontakte mit Gesprächen und Begegnungen? Oder wenn wir in den Supermarkt oder ins Café gehen, welche Geräusche, Gerüche, nehmen wir auf, welche Bilder zeigen sich uns da? Und wieviel davon geschieht so nebenbei?

 

Das ist, als würden wir ununterbrochen essen. Wir alle haben über die Lebensjahre tolle Filter entwickelt, damit wir von den vielen Eindrücken und Informationen nicht mehr überflutet werden, erstmal betrachtet. Doch tatsächlich nehmen wir sie alle über unsere (Sinnes-)Organe, Gehirn und Nervensystem auf! Wir schreiben sozusagen lauter Post-ist und kleben sie an eine „Hirnwand“ für die spätere Bearbeitung.

 

Und da sind wir schon beim Thema.

Alles fließt durch unseren Organismus und kommt über das Nervensystem in unserem Gehirn, im Geiste an. Das Gehirn wiederum steuert unsere Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Atmung, Bewegung und die damit verbundenen Organe (Leber, Niere, Herz, Darm). Ebenso gibt es noch das autonome oder vegetative Nervensystem (ANS), eine Unterabteilung des zentralen Nervensystems mit dem Sympathikus und Parasympathikus. Das ANS entscheidet, soll ich jetzt alles bereithalten und loslegen oder ist Entspannung angesagt? Damit noch nicht kompliziert genug, haben wir Menschen noch das Enterische Nervensystem, das unseren ganzen Verdauungs-Trakt vom Mund bis zum Enddarm steuert. Dieser Teil des Nervensystems leitet, recht unabhängig vom zentralen und autonomen Nervensystem, viele Informationen des Darmes (auch „Bauchhirn“ genannt) an das Gehirn weiter.

 

Im gesunden Zustand hat unser Geist, unser Gehirn, eine regulierende Funktion, d.h. er beobachtet und verändert den Energie- & Informationsfluss. Unser Gehirn erfasst das im gesamten Körper verzweigte Nervensystem und ist damit der physische Mechanismus, der den Energie- & Informationsfluss strukturiert. Unser Körper steht sozusagen in Beziehung mit der Außenwelt und gleichzeitig mit der Innenwelt im Zusammenspiel aller Organe und Funktionen. Und wenn wir da im guten Fluss sind, ist es unsere Verdauung auch.

 

Werden aber zu viele Informationen gesammelt und nicht verarbeitet, so kommt unser Geist in eine Dysregulation. Es kommen zu viele Informationen und wir können sie gar nicht mehr prüfen, integrieren und unbrauchbares wieder rauswerfen. Bei manchen Menschen äußert sich das auch ganz konkret in Magenschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Gastritis.

 

Jetzt ist die spannende Frage, was können wir tun? Oder besser, was braucht es für eine gute „Verstoffwechselung“?

 

Nichts Tun! Entschleunigung! Die Seele und damit Nervenbahnen baumeln lassen!

 

Wenn wir uns also Zeit nehmen, äußere Ruhe einkehren lassen, kann unser Parasympathikus aktiv werden. Die Informationen können besser verdaut und somit auch besser in die vorhandenen Prozesse integriert werden. Dies wiederum hilft uns flexibel, kohärent stabil und energiegeladener den täglichen Herausforderungen zu begegnen.

Viel Freude beim Entschleunigen und Nichts-Tun. Und gutes Verstoffwechseln!

Gastautorin:
Tina Lutz, Heilpraktikern (Psych)

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