Propolis - das Schutzharz der Bienen

Propolis wird seit Jahrhunderten zur Stärkung des Allgemeinbefindens und der Widerstandskraft sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet.

Propolis ist das Schutzharz der Bienen. Der Begriff Propolis stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "vor der Stadt", vielfach wird er sinngemäß auch als "Verteidigung der Stadt" übersetzt. Wegen der Form, des Aussehens und der Verwendung wird Propolis auch als Bienenkittharz, Bienenharz, Bienenleim oder Bienenschutzharz bezeichnet.

Spezialisierte Bienen sammeln die nötigen Harze, mit denen im Bienenstock dann kleine Öffnungen, Spalten und Ritzen abgedichtet werden. Auch zum Schutz der Waben sowie als eine Art abwehrender Einflugteppich gegen unerwünschte Eindringlinge am Eingang des Stockes kommt Propolis zum Einsatz.

Eigentlich bieten die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit im Bienenstock einen idealen Nährboden für die Ausbreitung von Krankheitserregern. Mit Propolis ist jedoch der Bienenstock gut geschützt - hat die natürliche Substanz doch ein breites Wirkspektrum gegen Pilze, Viren und Bakterien. Forscher haben herausgefunden, dass es dank Propolis im Bienenstock fast genauso keimfrei wie ein Operationssaal ist!

Zur Wirkung von Propolis beim Menschen

So wie Propolis seit mehr als 50 Millionen Jahren den Bienenstock schützt, trägt es auch beim Menschen zum Erhalt der Gesundheit bei. Insbesondere seine immunstärkende Wirkung macht Propolis so wertvoll und beliebt.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Propolis über vielfältige Eigenschaften gegen Erreger verfügt. Zurückzuführen sind diese vorrangig auf die enthaltenen Flavonoide. Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und sorgen unter anderem für die Farbe von Obst- und Gemüsesorten. Studien zeigen, dass Propolis beispielsweise Bakterien daran hindert, sich an die Zellwände der menschlichen Zellen anzukoppeln.

Insgesamt sind es über 150 verschiedene Naturstoffe, die das Bienenschutzharz so wertvoll machen. Nur ca. 60 bis 100 Gramm Propolis können vom Imker pro Jahr aus einem Bienenstock "geerntet" werden. Die Gewinnung der Propolis erfolgt, ähnlich wie beim Honig, ohne dass das Leben im Bienenstock beeinträchtigt wird.

Kräftigung des Allgemeinbefindens

Ein starkes Immunsystem ist notwendig, um Krankheitserreger abzuwehren. Die körpereigene Abwehr beeinflusst zudem den Krankheitsverlauf, wenn es doch ein Erreger geschafft hat, im Organismus aktiv zu werden. Geschwächt wird das Immunsystem unter anderem durch chronische Krankheiten, aber auch durch beeinflussbare Faktoren wie Nikotin, Alkohol, Diäten, Stress, Bewegungs- und Vitaminmangel, eine ungesunde Ernährung oder zu wenig Schlaf.

In diesem Zusammenhang ist auch die Wirkung von Propolis bei Erkältungskrankheiten zu nennen. Propolis wird vor allem zur Stärkung und Kräftigung des Allgemeinbefindens, insbesondere der körpereigenen Abwehrkräfte eingesetzt. Als Arzneimittel ist Propolis gut verträglich und zur langfristigen vorbeugenden Einnahme geeignet.

Dazu kann die entzündungshemmende Wirkung von Propolis bei Husten, Halsschmerzen und Co. hilfreich sein - und den Infekt effektiv lindern helfen. Neben der vorbeugenden Wirkung durch die Stärkung der Abwehrkräfte kommt dem Bienenschutzharz somit auch eine lindernde Wirkung zu.

Insbesondere im Urlaub und auf kleineren Ausflügen möchte man nicht krank sein. Auf herbstlichen Reisen drohen allerdings Erkältungskrankheiten mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Hier bieten sich entsprechende Halspastillen an, da die entzündungshemmenden Eigenschaften des Schutzharzes zur Behandlung und Linderung von Halsschmerzen ideal sind. "Speziell beim ersten Kratzen im Hals und unangenehmen Schluckbeschwerden können Propolis Halspastillen die schmerzhaften Symptome lindern. Darüber hinaus werden die angegriffenen Schleimhäute gut befeuchtet und in ihrer Schutzfunktion gegen Krankheitserreger gestärkt", erklärt Andreas Berghöfer, Geschäftsführer der Zirkulin Naturheilmittel GmbH aus Bremen.

Durch seine antibakteriellen- und entzündungshemmenden Eigenschaften erweist sich Propolis auch als idealer Wirkstoff für die Mund- und Zahnpflege. Entsprechende Zahncremes, Mundwässer und Mundgele sind genau wie andere Propolisprodukte in Drogeriemärkten, Reformhäusern und der Apotheke verfügbar.

Autor: Dr. Jörg Hüve, Dipl. Oecotrophologe

Dr. Jörg Hüve
Dr. Jörg Hüve

Dr. Jörg Hüve wurde am 7. November 1956 in Leer geboren. Nach Abitur und Wehrdienst Studium an der Justus-Liebig-Universität Gießen von 1980 bis 1984, Abschluss als Diplom-Ernährungswissenschaftler. Promotionsaufbaustudium von 1985 bis 1987 am Lehrstuhl von Prof. Leitzmann, Lehrtätigkeit. Promotion zum Dr. oec. troph.

 

Wissenschaftliche Tätigkeit bei der Omega-Pharma in Berlin als Wissenschaftlicher Leiter und Marketingleiter in Personalunion. Durchführung von eigenen Studien, Wissenschaftliche Vortragstätigkeit. 1991 bis 1993 Marketingleiter bei der Planta Subtil GmbH in Oldenburg, spezialisiert auf pflanzliche Arzneimittel.

 

Seit 1993 selbstständig, Gründung des Instituts für ernährungsmedizinische Information (ifemedi) in Oldenburg. Seitdem über 300 Seminare, Weiterbildungen  und Vorträge bei Ärzten und Apothekern, Gutachtertätigkeit, 55 wissenschaftliche Fachveröffentlichungen, Schulung und Beratung der pharmazeutischen Industrie, wissenschaftlicher Fachjournalist. Seit 1995 intensive wissenschaftliche Beschäftigung mit der Natursubstanz Propolis.

Deutsche Fachgesellschaft für Propolisforschung e.V. (DFPF)

Die Deutsche Fachgesellschaft zur Propolisforschung e.V. (DFPF) wurde 2013 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Praktikern zahlreicher Fachrichtungen: Medizin, Ernährungswissenschaft, Forschung, Produktentwicklung und Imkerei.

 

Weitere Informationen unter www.propolis-wirkt.de

Unser Update-Service für Sie:

Sie wollen den nächsten Artikel in unserem Magazin nicht verpassen?

Dann tragen Sie sich gleich ein:
Ihre Anmeldung zum Newsletter.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Dann freuen wir uns über Ihre Spende, die die Weiterentwicklung dieser Plattform maßgeblich unterstützt:

Ihre Spende