Gesunde Nahrung - gesunde Kita

Gastartikel von Angelika Detmers

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Unsere Ernährungsgewohnheiten bilden sich in der frühen Kindheit. Sogar der Geschmack der Muttermilch prägt unser Essverhalten, dazu kommt unsere Umgebung und tief sitzende Denkmuster. Das Bewusstsein für Auswahl und Qualität der Nahrungsmittel und für die Esskultur werden zu Hause, aber auch häufig von Kita und Schule mit bestimmt. Also, Kinder werden durch Erziehung geprägt. 

 

Hier eine kleine Geschichte: Ein Vater war mit seinem Sohn auf einer Gesundheitsmesse unterwegs. Der Sohn sprang voran und entdeckte mich am Stand mit grünen Smoothies. Neugierig fragte er was das denn sei. Ich erklärte es mit ein paar spannenden Worten und bat ihn doch einen Smoothie zu probieren. In dem Moment kam der Vater dazu und sprach: „igitt, was ist denn das“? Der Junge ließ den Becher stehen und verschwand ohne Worte vom Stand. Der Vater war erschrocken und meinte: „oh, das war wohl nicht so gut“.

Richtig! Das war eine unbedachte Äußerung, der Junge wird den grünen Smoothie mit dem Wort „Igitt“ abspeichern. 

 

Kinder sind von Natur aus neugierig, daher ist es ein leichtes, sie experimentieren, probieren und schmecken zu lassen. Ohne das wir Sie gleich fragen: „war das lecker“ oder „du kannst auch dies, das oder jenes hinzufügen“. 

 

Und am einfachsten ist es mit den grünen Smoothies. Wenn ich die Kleinen sehe, wie sie das Grün schnippeln, was sie eigentlich nicht machen müssten (das übernimmt ja der Mixer) und aus ihren Brotboxen das Obst herausholen, dann geht mir das Herz auf. Also, „Ohren zuhalten und los geht es“. Sie schauen fasziniert in den Mixer und sind einfach begeistert, wenn das Grün mit dem Obst dann auch noch in flüssiger Form getrunken werden kann. Aussagen wie: “Lecker, kann ich noch einen haben“ sind mehrfach zu hören. Die nächste Gruppe steht schon bereit und warten drauf endlich loslegen zu können. Die Workshops „Gesunde Kita“ sind mittlerweile sehr beliebt bei den Erziehern, sie werden sogar als Weiterbildung anerkannt. Schließlich sollen sie ja zukünftig diese Aufgabe übernehmen.

 

80% der Kinder mögen das gesunde Grün, der Rest scheint schon überzuckert zu sein.  Eltern können es nicht fassen, dass ihre Kinder das mögen und geraten „unter Druck“, da die Kleinen es jetzt auch gerne zu Hause hätten. Festgestellt haben wir, dass die Kinder gelassener und ruhiger werden und ihr Immunsystem scheinbar gestärkt wird. Sind sie doch nicht mehr so anfällig für die 1.000 Schnupfattacken im Kindergarten.

 

Außerdem ist eine gesunde Nahrung für Kinder besonders wichtig. Es wurde festgestellt, dass Kindergarten- und Vorschulkinder nicht nur einen höheren Nährstoffbedarf als Erwachsene haben, sie sind bei der Versorgung mit Nahrung auch noch auf Erwachsene angewiesen.  Und da steckt eine Gefahr, wie oben geschildert. Eltern versorgen sich selbst, aufgrund von Stress und Zeitmangel, am wenigsten. Und sie denken oft, dass was mir schmeckt, kann dem Kind doch auch nicht schaden. Lasst den Kindern also die Freiheit es selber auszuprobieren. 

Über die Autorin Angelika Detmers:

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Satz "Geht nicht, gibt`s nicht". Sie bietet dazu viel Wissensvermittlung rund um gesunde Räume und gesunde Ernährung mit Vorträgen und Workshops. Angelika Detmers ist zertifizierte Beraterin für klassisches Feng Shui und geprüfte ganzheitliche Gesundheitsberaterin.

 

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