Übersäuerung: Ursache für Krankheiten

Gastartikel von Dipl. Therapeutin Mandy Just

Mandy Just
Mandy Just

Es gibt unendlich viele Krankheiten und wer sich nicht ganz gesund fühlt, der geht zu einem Arzt. Der Arzt wird die Krankheit dann mehr oder weniger erfolgreich behandeln, aber er ist selten an den wirklichen Ursachen interessiert. Eine Übersäuerung haben die meisten Ärzte nicht auf dem Schirm, wenn sie ihre Patienten behandeln, dabei dürfte es sich lohnen, in dieser Richtung nachzuforschen. Viele Beschwerden und Krankheiten haben nur eine Ursache und die heißt Übersäuerung. Eine Übersäuerung des Körpers steht bei vielen Leidenswegen am Anfang, aber keiner spürt, dass mit dem Säure-Basen-Haushalt etwas nicht stimmt, bis dann die ersten Symptome auftauchen. Müdigkeit und keine Energie sind die ersten Anzeichen, im Laufe der Zeit kommen dann aber noch weitere Symptome dazu. Die meisten beginnen dann, Medikamente einzunehmen, die leider nicht immer helfen, sondern die Symptome noch mehr verstärken, und das führt dann letztendlich zu einer Art Teufelskreis.

Wie kann es zu einer Übersäuerung kommen?

Bei dem Wort Übersäuerung denken die meisten Menschen an unangenehmes Sodbrennen. Sodbrennen ist aber nur eines der vielen Symptome, die es gibt, wenn der Körper übersäuert ist. Wer wissen will, wie es zu Sodbrennen kommt, der sollte sich zunächst darüber informieren, wie es überhaupt zu einem übersäuerten Organismus kommen kann. Der Körper hat ein sehr genaues System, wenn es um den Säure-Basen-Haushalt geht, und bestimmte Mechanismen sorgen dafür, dass alles im Gleichgewicht bleibt. Zu diesen Mechanismen gehören die Atmung, aber auch die Verdauung, der Kreislauf und die Produktion von Hormonen. Zusammen arbeiten sie daran, dass der pH-Wert des Körpers immer auf einem gesunden Level bleibt. Wenn nur einer dieser Mechanismen aus dem Takt kommt, dann stimmt die Balance nicht mehr und der Körper wird übersäuert. 

Wenn ungesunde Ernährung zur Übersäuerung führt

Die heutige Nahrung bietet für die Übersäuerung des Körpers eine Steilvorlage, denn das meiste, was heute gegessen und getrunken wird, wirkt sich negativ auf den Stoffwechsel und die Verdauung aus. Der Körper muss große Mengen an Giften, Säuren und Endprodukte für den Stoffwechsel verarbeiten und ist damit zunehmend überfordert. Dazu kommt, dass sich viele Menschen in der heutigen Zeit zu wenig bewegen, und das führt dann nicht nur zu Kurzatmigkeit, sondern auch zu einer mangelnden Versorgung mit wertvollen basischen Mineralstoffen. 

 

Wenn beim täglichen Stoffwechsel zu viele Schlacken und Säuren anfallen, dann kann der Körper sie nicht mehr verarbeiten und muss sie zwangsläufig zwischenlagern. Diese Zwischenlager befinden sich im Bindegewebe und es entstehen auf diese Weise unschöne Falten oder auch Cellulite. Auch die Gelenke werden als Depot benutzt, was wiederum zu Arthrose und Arthritis führt, sammeln sie sich in den Nieren, der Galle oder in der Blase, dann leiden die Betroffenen nicht selten unter Nieren-, Gallen- oder schmerzhaften Blasensteinen.

Medikamente – eine zusätzliche Gefahr

Jeder sollte seinen Körper mit ausreichend basischen Lebensmitteln pflegen, damit Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden auch lange erhalten bleiben. Wer das Grundprinzip der Basischen Ernährung in seinen täglichen Speiseplan einbaut, kann sicher so den einen oder anderen Besuch beim Arzt vermeiden. Vielfältige Krankheitsbilder werden vom Arzt mit Medikamenten behandelt. Damit werden aber nur die Symptome abgeschwächt oder verschwinden auch komplett. Aber genau hier setzt ein bestimmtes Problem ein. Die verordneten Medikamente geben damit der vorhandenen Übersäuerung die Möglichkeit, sich weiter im Körper auszubreiten. 

 

Da die Symptome betäubt werden und der Patient dann der Meinung ist, es ist alles wieder OK. Leider ist das ein großer Irrtum. Hat ein Patient Arthritis dann bekommt dieser entzündungshemmende Medikamente, klagt ein anderer Patient über Bluthochdruck dann gibt es hier blutdrucksenkende Medikamente. Und so sieht es auch mit allen anderen Krankheitsbildern aus. Die Symptome werden mit den entsprechenden Medikamenten abgeschwächt, aber die Ursache der Symptome, die Übersäuerung, ist immer noch vorhanden. Und kann unbehandelt großen Schaden anrichten. Aber hat sich ihr Arzt schon mal dafür interessiert warum sie Arthritis haben, warum sie Bluthochdruck haben oder warum sie immer wieder anfällig für Infektionen sind?

Mediziner und das Thema Übersäuerung

Jedes Symptom hat auch eine Ursache und weißt immer darauf hin, dass im Körper etwas nicht stimmt. Vielfältige Beschwerden lassen sich auf eine Übersäuerung zurückführen. Leider gibt es nur wenige Mediziner die den kompletten Menschen betrachten, und anstatt nur des Symptoms auch die Ursache behandeln. 

 

Sicherlich kennen auch viele Patienten diese Situation, sie gehen zum Arzt wegen gesundheitlicher Beschwerden, der Arzt kann nichts feststellen und teilt ihnen mit, damit müssen sie leben oder sie haben ein psychologisches Problem. Schon mal darüber nachgedacht, warum ihnen ihr Arzt diese Aussagen mit auf den Weg gibt, weil er nicht zugeben will, dass er in diesem Fall nicht weiß, was ihnen fehlt. An diesem Punkt wäre es dem Patienten gegenüber nur fair, die Wahrheit zu sagen und diesen an weitere Fachkräfte zu vermitteln. Aber leider ist das oft nicht der Fall. Stattdessen wird dann mit Medikamenten herum experimentiert, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

 

Die oben genannten Aussagen sind oft Standard-Aussagen von vielen Medizinern. Allerdings bringen diese Äußerungen auch zusätzliche Gefahren mit sich. Denn der Patient geht dann davon aus, es fehlt ihm nichts und macht so weiter wie bisher. Und die nicht diagnostizierte Übersäuerung kann problemlos weiteren Schaden im Körper anrichten. 

 

Natürlich fühlt sich der Patient mit diesen Aussagen, wie, damit müssen sie leben oder sie haben ein psychologisches Problem verloren und nicht mehr ernst genommen. Wobei die Lösung doch hier sehr einfach wäre, eine Ernährung-und Lebensumstellung. Aber auf diese einfache Lösung wird sie kaum ein Mediziner hinweisen können, da im Medizin-Studium nur die chemische Behandlung gelehrt wird. Darum sollten sie nach Möglichkeit weitere Fachkräfte in ihre Behandlung mit einbeziehen. Auch die Schulmedizin hat Grenzen und kann nur bedingt Hilfe leisten. Im Notfall unverzichtbar, aber in der medikamentösen Langzeitbehandlung oft eine große Gefahr für den Patienten. 

Eine Übersäuerung darf nicht unbehandelt bleiben

Die Übersäuerung des Körpers sind Ursachen einer falschen Ernährung mit zuviel an Fett, Zucker, industriell hergestellten Lebensmittel, Alkohol und Nikotin. Aber auch die Gabe von Medikamenten und Stress bringen den Säure-Basen-Haushalt im Körper durcheinander. Die anfänglichen Symptome einer Übersäuerung können vielfältig und meist noch harmlos sein. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Sodbrennen zählen häufig dazu, werden aber meist nicht beachtet. Wenn der Körper Jahrelang in diesem Missverhältnis zwischen Säure und Base zurecht kommen muss, stellen sich zwangsläufig größere Krankheitsbilder dar.


Aus den anfänglich noch harmlosen Beschwerden werden dann größere Probleme. Es treten schon spezifischere Krankheitsbilder wie Bluthochdruck, Magen-Darm Probleme, Allergien oder Gelenkbeschwerden auf. Wie schon mehrfach erwähnt, gehen die meisten Menschen mit diesen Symptomen zum Arzt. Oft wird dann ein Medikament zur Linderung der Begleiterscheinungen eingesetzt. Zu Beginn stellt sich der Körper auf das Medikament ein und kann die Symptome wieder abschwächen. Aber die Übersäuerung wird damit nicht erkannt und geht weiter ihren Weg. 

 

Bleibt die Übersäuerung auch in diesem Stadion noch unbehandelt, dann geht der Betroffene meistens mit stärkeren Symptomen zum Arzt. Dieser wird dann sicher die Dosis der bisher verabreichten Medikamente erhöhen um die Symptome wieder abzuschwächen. Der Patient geht nach Hause und denkt es ist alles OK. Aber die Übersäuerung wurde immer noch nicht erkannt und kann damit schon ein Stadion erreichen das sehr ernsthafte Erkrankungen hervorrufen kann. 

 

Hier sprechen wir dann im schlimmsten Fall von lebensbedrohlichen Gesundheitszuständen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs oder schwerwiegenden Magen-Darm Krankheiten. Um die Ursache und damit das Grundproblem die „Übersäuerung des Körpers“ zu lösen, muss die Ernährung des Betroffenen umgestellt werden, dabei sollte immer der ganze Mensch und seine Ess- und Lebensgewohnheiten betrachtet werden. 

 

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Dipl. Therapeutin Mandy Just